
Der Architekt Egon Eiermann wurde 1904 in der Nähe von Berlin geboren und studierte bis 1927 an der TH Berlin bei Hans Poelzig Architektur. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst bei der Rudolph Karstadt AG in Hamburg, anschließend bei den Berliner Elektrizitätswerken bis er zusammen mit Fritz Jaenecke in Berlin das gemeinsame Architekturbüro gründete in dem er Wohnhäuser in der Berliner Umgebung gestaltete. Mit Beendigung der Architektengemeinschaft mit Jaenecke gestaltete er hauptsächlich Industriebauten wie die Total-Werke Appolda oder die Rickmerswerft in Bremerhaven. mehr … zuklappen
Öffentliche Aufmerksamkeit erreichte Egon Eiermann durch die architektonische Gestaltung des deutschen Pavillions auf der 1953 stattfindenden Weltausstellung in Brüssel und mit dem Bau des Abgeordneten Hochhauses in Berlin. Während seiner Tätigkeit als Architekt in der Vor- und Nachkriegszeit gestaltete Egon Eiermann Möbel, die an das Design der modernen Möbel des Bauhauses anknüpften und ihm nach dem Krieg zu einem der führenden Designer Deutschlands machten. In seinen Möbeln arbeitete er hauptsächlich mit gebogenem Sperrholz, das leicht und flexibel ist und aus dem die Stühle SE 41 oder SE 18 designt sind. Neben diesen Stühlen stellte das Eiermann Tischgestell 1 mit versetzter Kreuzstrebe eines seiner größten Erfolge dar. 1970 starb Egon Eiermann in Baden-Baden.
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